Förderverein Spital-Ehrenhof Ochsenfurt e. V.
Förderverein Spital-Ehrenhof Ochsenfurt e. V.

Geschichte des Spitals

Allgemeines

Bereits vor 1400 befand sich außerhalb der damaligen Stadtmauern ein so genanntes „Sondersiechenhaus“ für Leprakranke. Nach der Ausdehnung der Stadt nach Osten und der damit verbundenen Erweiterung der Stadtmauern, wurde das Siechenhaus verlegt. Die Leprakranken mussten nach einem Breve des Papstes Innozenz IV. vom 13.11.1245 auf freiem Feld ohne Priester und Kirche leben. Aus dem einstöckigem Haus wurde ein „Seelhaus. Es diente Armen, Durchreisenden usw. als Unterkunft.

 

 

Kreuzkirche

Wie damals die Regel wurde in diesem Seelhaus eine Kapelle eingerichtet und laut Bestätigungsurkunde vom 3. April 1413 auf Beschluss des Rates und der Bürger eine Vicarie zum hl. Kreuz, St. Helena und St. Elisabeth errichtet. Diese Vicarie wurde 1697 mit St. Michael verbunden.

Die Kapelle wurde im karolingischen Stil erbaut und 1500 durch Anbau eines gotischen Chores erweitert.

 

Spital

Zu den bestehenden Gebäuden kam 1425 eine Badestube, nachdem die bisherige in der unteren Klingengasse gelegene, eingelegt wurde. Es waren Ochsenfurter Bürger die durch „fromme Stiftungen für ihr Seelenheil“ Verdienste erwerben wollten. Durch den Bau wurde Unterkunft und Heimstatt für alte und gebrechliche Personen ohne Verwandte geschaffen. Im Jahr 1431 wurde mit Zustimmung des Domkapitels und „mit Gottes Hilf und andächtiger, frommer Leute Steuern und Almosen“ das Spital erbaut, bzw. die bestehenden Gebäude umgestaltet. Anfang des 16. Jahrhunderts wurde nach der Erweiterung der Kirche das Gebäude eingelegt und neu aufgebaut. Diese Neuerrichtung war 1551 vollendet, die Anlage ist im Wesentlichen bis auf den heutigen Tag erhalten geblieben.

Das Spital hatte verschiedene Besitzungen wie etwa je einen Hof in Geißlingen und Euerhausen, zwei weitere bei Geißlingen, einen weiteren Hof in Pfahlheim. Besonders erwähnenswert ist dass das Domkapitel dem Spital die bereits 1397 erwähnte Mainmühle vermachte.

Die letzten Pfründner zogen um 1890 aus. War bis dahin täglich ein Gottesdienst in der Kreuzkirche (kurzzeitig auch Herz-Jesu – Kirche genannt) wurden dies dann stark eingeschränkt.

Über viele Jahrzehnte wohnten im Klostergebäude die „Armen Schulschwestern“. Sie unterhielten eine Kinderbewahranstalt, waren in der Volksschule tätig und leiteten später den Maria-Theresia-Kindergarten. Heute nutzen eine Reihe von Vereinen verschiedene Räume, im Obergeschoss sind Gegenstände aus dem Heimatmuseum eingelagert.

 

 

Ehrenhof

Westlich von Kirche und Kloster schließt sich ein Hof an. Nach Norden abgeschlossen von einem Anbau mit einem Fachwerkgang im Obergeschoss bilden drei Rundbögen zum Hof hin eine prächtige Kulisse für verschiedene kulturelle Veranstaltungen. In den Arkaden befinden sich Gedenktafeln für die Toten der Weltkriege. Außerdem sind an den Außenmauern Grabdenkmäler für verstorbene Schwestern und einige Bürger der Stadt angebracht. An der westlichen Außenseite (Zugang gegenüber des Trachtenmuseums) sind eine Weinpresse und ein Bäckerstein untergebracht.

Der Förderverein wird noch im Sommer 2010 den zugemauerten Durchgang neben dem großen Tor wieder öffnen. Geplant ist auch einen Keller unterhalb des „Westflügels“ zugänglich zu machen und Fensteröffnungen zu Presse und Bäckerstein zu öffnen.

 

Klostergarten

Versteckt hinter Kirche und Kloster nach Osten führt der verwunschene Klostergarten ein wahres Dornröschen-Dasein. Prägend ein Stück Stadtmauer und ein dicker Befestigungsturm der ebenfalls stark reparaturbedürftig ist. Langfristig könnte hier entweder ein Kräutergarten nach Hildegard von Bingen oder ein biblischer Garten entstehen.

 

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